Updatehinweise

enaio® 11.0 »

Wie üblich müssen alle Komponenten gleichzeitig aktualisiert werden – Server, Clients, Dienste und Microservices.

Falls einige Komponenten nicht aktualisiert wurden, können nicht nur funktionale Fehler, sondern auch sicherheitsrelevante Fehler beim Zugriff auf Daten auftreten.

Die Installationsdaten erhalten Sie über das Serviceportal. Dort können Sie ebenfalls Testlizenzen anfordern.

enaio® service-manager

JDK 17

enaio® service-manager wird mit Version 11.0 mit der JDK-Version 17 ausgeliefert. Damit werden JDK-Einträge in der servicewatcher-sw.yml nicht mehr benötigt und nicht mehr ausgewertet. Kundenspezifische und projektspezifische Services, die auf JDK 8 beruhen, müssen gegebenenfalls angepasst werden.

Das Framework von enaio® service-manager wurde auf Spring Boot 3 angehoben.

Zertifikate

Falls Zertifikate in enaio® service-manager eingebunden sind, dann müssen diese nach dem Update neu eingebunden werden.

Microservices

dms

Der Service 'dms' wird in der Version 6.0 installiert. Diese Version ist nicht abwärtskompatibel. Falls der Service in Projekten verwendet wird, dann sind Anpassungen notwendig.

messaging / tagging

Die Services 'messaging' und 'tagging' werden nicht benötigt und nicht mehr installiert.

Microsoft Teams Services

Die Konfigurationsdatei msteamsactions-prod.yml aus dem Verzeichnis \service-manager\config\ muss angepasst werden. Der bisherige 'zuul'-Abschnitt muss durch einen 'gateway'-Abschnitt ersetzt werden.

enaio® gateway und Kerberos

enaio® gateway wird mit Version 11.0 mit der JDK-Version 17 ausgeliefert. Damit sind die schwachen Verschlüsselungen DES3-HMAC-SHA1 und RC4-HMAC als Standard nicht mehr erlaubt. Administratoren müssen die Benutzerprofile in der Kerberos Umgebung gegebenenfalls anpassen.

Für Entwicklungs- und Testsysteme können auf eigenes Risiko diese Verschlüsselungen weiter erlaubt werden. Dazu wird die Datei krb5.conf im Verzeichnis \jdk\conf\security von enaio® gateway benötigt. Diese Datei kann vor dem Update aus dem bestehenden Verzeichnis kopiert und danach eingefügt werden oder neu erstellt werden:

[libdefaults]
allow_weak_crypto = true 

enaio® webclient

Falls Sie enaio® webclient nicht bereits auf die Version 10.10 aktualisiert haben, dann können Sie direkt auf die Version 11.0 aktualisieren. Folgen Sie dazu der Anleitung aus den TRNs der Version 10.10 mit den Installationsdaten der Version 11.0.

enaio® mobile

Die aktuelle Version von enaio® mobile setzt Android 11 oder iOS 15 voraus.

Elasticsearch

Elasticsearch wird durch das Setup elasticsearch_setup.exe auf die Version 7.17.8 aktualisiert. Anpassungen an Daten und Konfigurationen sind nicht notwendig.

ABBYY Finereader

ABBYY Finereader muss bei einem Update der Version 10.0 oder Version 10.10 nicht aktualisiert werden.

enaio® capture

Das Subprogramm AXVBINAB ist abgekündigt und wird nicht mehr installiert. Falls Konfigurationen mit AXVBINAB als Subprogramm noch nicht auf das Subprogramm enaio® database synchronisation umgestellt wurden, dann muss das mit diesem Update geschehen.

enaio® coLab

Falls Sie nicht bereits auf enaio® coLab Version 10.11.5 aktualisiert haben, dann muss mit dem Update auf Version 11.0 die Konfiguration der Anmeldung für externe Benutzer aktualisiert werden.

enaio® mail-archive-service

enaio® mail-archive-service ist auf die Version 2 aktualisiert. Eingebunden wird enaio® mail-archive-service über die neuen Microservices 'mas-smtp', 'mas-mailbox' und 'mas-storage'. Bei Updates wird automatisch der bestehende Service 'mailjournaling' gelöscht.

Die Services müssen neu konfiguriert werden.

Die Lizenzprüfung erfolgt über den Service 'license'. Die Lizenz 'MAS' ist dort als Standard eingebunden.

Falls eine bestehende Lizenzen 'MAS' als Seat-Lizenz bereits einer Station zugeordnet ist, dann muss sie neu der Station zugeordnet werden, auf der der Service 'license' läuft.

enaio® repository-manager

enaio® repository-manager ist auf die Version 4.4.1 aktualisiert. enaio® appconnector ist nicht mehr eingebunden, Verbindungsparameter zu enaio® appconnector werden nicht mehr ausgewertet und können gelöscht werden.

Als technischer Benutzer wird als Standard der technische Benutzer von enaio® service-manager aus der Datei application-blue.yml verwendet. Der Parameter enaio.dms.username muss gelöscht werden, wenn nicht ausdrücklich damit ein anderer technischer Benutzer verwendet werden soll.

Die Lizenzprüfung erfolgt über den Service 'license'. Die Lizenzen 'LR3' und 'ILM' sind dort als Standard eingebunden.

Falls bestehende Lizenzen 'LR3' oder 'ILM' als Seat-Lizenz bereits einer Station zugeordnet sind, dann müssen sie neu der Station zugeordnet werden, auf der der Service 'license' läuft.

enaio® erp-s-Konnektoren

Für die Verwendung von enaio® data2ecm, enaio® jump2ecm und enaio® data2s in Verbindung mit enaio® Version 11.0 ist mindestens Version 4.3 des Produkttransports der drei SAP-Konnektoren in das SAP-System zu importieren.

Durch die Abkündigung von enaio® webservices sind Anpassungen an den Verbindungseinstellungen notwendig.

Die Lizenzprüfungen erfolgen über den Service 'license'. Die Lizenzen für die Konnektoren müssen dort eingebunden werden.

enaio® data2ecm

Customizing enaio® data2ecm:

  • Bisher wurde für die Verbindung zu enaio®-Systemen die Adresse von enaio® webservices angegeben. Stattdessen muss die Adresse von enaio® gateway angegeben werden.

    Diese Verbindung gilt auch für enaio® jump2ecm und enaio® data2s.

  • Als Systemtyp muss dort 'R' für einen Aufruf in enaio® jump2ecm über eine .os-Datei oder 'W' für den Aufruf von enaio® webclient angegeben werden.

  • In jedem enaio® data2ecm-Projekt muss die Kommunikationsform /OSGMBH/DX_EXPORTER_HTTP oder /OSGMBH/DX_EXPORTER_HTTP_NUC durch /OSGMBH/DX_EXPORTER_REST ersetzt werden.

  • Diese Anpassungen müssen für alle OS-Systeme vorgenommen werden.

  • Die Systeme müssen über das selbe enaio® gateway mit aktivierter Basic Authentication erreichbar sein.

  • Alle Objekttypen und Felder in enaio® müssen zwingend interne Namen aufweisen und diese internen Namen müssen auch im Customizing von enaio® data2ecm eingelesen oder angegeben sein.

enaio® jump2ecm

Der Aufruf eines Clients von enaio® erfolgt entsprechend den gemeinsamen Verbindungseinstellungen von enaio® jump2ecm und enaio® data2ecm, also mittelbar über den Aufruf einer .os-Datei oder über den Aufruf von enaio® webclient im Browser.

enaio® data2s

Die Nutzung von enaio® data2s ist nur noch in der neuen HTTP-SOAP-Variante möglich. Die für frühere Versionen in ANSI-Systemen verfügbare COM-Variante ist nicht mehr einsetzbar.

Beachten Sie vor dem Update, dass für die HTTP-SOAP-Variante neue Anforderungen an das SAP-System gestellt werden und ebenfalls der Import des Produkttransportes der drei SAP-Konnektoren in mindestens Version 4.3 erforderlich ist.

Darüber hinaus müssen alle Programme, Skripte und Aufgaben, die bisher die COM-Variante von enaio® data2s benutzt haben, auf die neue HTTP-SOAP-Variante umgestellt werden. Dies ist in der Regel mit erhöhtem Aufwand beim Update verbunden, der in der Updateplanung in Budget und Zeitplan berücksichtigt werden muss.

WebView2 Control

enaio® client verwendet mit dieser Version das WebView2 Control von Microsoft, das als Standard auf Windows-Systemen installiert ist und damit auch per Windows-Update aktualisiert wird.

Falls WebView2 Control nicht installiert ist, dann wird automatisch mit der Installation von enaio® client auch der Installer MicrosoftEdgeWebView2RuntimeInstallerX86.exe bzw. MicrosoftEdgeWebView2RuntimeInstallerX64.exe aus dem Verzeichnis des MSI-Pakets ausgeführt.

Falls das WebView2 Control nicht erfolgreich installiert werden kann, dann wird in enaio® client die Detail- und Inhaltsvorschau mit einer Fehlermeldung nicht angezeigt. Das betrifft insbesondere Windows Server Installationen.
Installieren Sie dann das WebView2 Control über den entsprechenden Installer nach.

Outlook Redemption

Die Redemption-Bibliothek, die enaio® einbindet, wird nicht mehr registriert. Damit werden Konflikte vermieden, die auftreten können, wenn Software anderer Hersteller auf eine registrierte Redemption-Bibliothek zugreifen. Projekte, die die bisherige Registrierung durch das Client-MSI voraussetzen, müssen geprüft werden.

Standard Ad-hoc-Workflow und Taskflow

Das Workflowmodell osdefaultmodels.xml mit dem Standard Ad-hoc-Workflow und dem Taskflow ist aktualisiert und muss in enaio® editor-for-workflow neu importiert werden.

Quickfinder-AddOn

Das Quickfinder-AddOn hat bisher beim Zugriff auf Daten anderer Objekte die Zugriffsrechte nicht vollständig beachtet. So konnten Daten von Objekten übernommen werden, auf die der Benutzer keine Zugriffsrechte hat.

Diese Verhalten wurde geändert, die Zugriffsrechte werden jetzt beachtet.