Silent-Installation

Gültig für: enaio® Version 9.10

Die Silent-Installation bietet die Möglichkeit, das enaio®-Setup auf den Rechnern der einzelnen Benutzer ohne Benutzereingriff auszuführen. Das bietet sich insbesondere für die lokale Client- oder Netzwerkinstallation an.

Die Silent-Installation wird in zwei Schritten ausgeführt. Zur Vorbereitung wird eine exemplarische, dialoggesteuerte Installation an einem Referenzrechner durchgeführt und durch das enaio®-Setup aufgezeichnet. Wenn im Aufzeichnungsmodus ein Neustart erforderlich ist, führen Sie diesen aus. Nach erfolgtem Rechnerneustart schalten Sie den Wartungsmodus ab und zeichnen das Setup noch mal auf.

Um den Aufzeichnungsmodus zu starten, muss das Setup mit dem Parameter -r aufgerufen werden, also z. B.:

S:\enaioinstall\Setup.exe -r

Dabei wird eine Textdatei namens setup.iss im Windowsverzeichnis erzeugt. Darin werden alle Einstellungen des dialoggesteuerten Setups protokolliert.

Diese Datei kopieren Sie in das Setupverzeichnis, also in das Verzeichnis, in dem sich die Datei setup.exe befindet. Versehen Sie das Setupverzeichnis mit Schreibberechtigungen, da das Setup zur Laufzeit dort eine setup.log erstellt. Der Standardname für die Silent-Setup-Protokoll-Datei ist setup.log. Kann das Setup nicht in das Verzeichnis schreiben, beendet sich das Setup wieder, ohne zu installieren.

Beim Aufruf des Setups mit Parameter -s wird das aufgezeichnete Setup im Silent-Modus ausgeführt, also beispielsweise:

S:\enaioinstall\setup.exe -s

Die Installation wird dabei genauso durchgeführt wie im Aufzeichnungsmodus. Daher müssen die Bedingungen der Rechner, auf denen das Silent-Setup ausgeführt werden soll, analog zu dem Rechner sein, auf dem aufgezeichnet wurde.

Die Setup-Protokoll-Datei beinhaltet drei Bereiche.

Der erste Abschnitt [InstallShield Silent] kennzeichnet die Version von InstallShield Silent, die im Silent-Setup verwendet wird. Sie kennzeichnet auch die Datei als Protokoll-Datei.

Der zweite Abschnitt [Application] kennzeichnet den Anwendungsnamen und -version und den Firmennamen.

Der dritte Abschnitt [ResponseResult] beinhaltet den Ergebniscode, der anzeigt, ob das Silent Setup erfolgreich war oder nicht. Ein Ganzzahlwert wird dem ResultCode-Schlüsselnamen im [ResponseResult] Bereich zugewiesen. InstallShield setzt einen der folgenden Rückgabewerte nach den ResultCode-Schlüsselnamen:

-0 Erfolg.

-1 Allgemeiner Fehler.

-2 Ungültiger Modus.

-3 Die erforderlichen Daten konnten nicht in der Datei Setup.iss gefunden werden.

-4 Nicht genügend Arbeitsspeicher verfügbar.

-5 Die Datei existiert nicht.

-6 Schreiben in Antwortdatei nicht möglich.

-7 Schreiben in Protokolldatei nicht möglich.

-8 Ungültiger Pfad zur InstallShield Silent-Antwortdatei (ISS-Datei).

-9 Kein gültiger Listentyp (String oder Nummer).

-10 Ungültiger Datentyp.

-11 Unbekannter Fehler während des Setups.

-12 Die Dialogfelder stehen nicht in der richtigen Reihenfolge.

-51 Der angegebene Ordner kann nicht erstellt werden.

-52 Zugriff auf die angegebene Datei oder den Ordner nicht möglich.

-53 Ungültige Option ausgewählt.

Der häufigste Fehler, der beim Silent-Setup auftritt, ist, dass der Rechner, auf dem das Silent-Setup aufgezeichnet wurde und der Rechner, auf dem das Silent-Setup ausgeführt wird, keine identischen Konfigurationen aufweisen.

Dieser Fehler wird dann in der Setup.log Datei wie folgt angezeigt:

[ResponseResult]
ResultCode=-3

Die identischen Bedingungen der Rechner beziehen sich hierbei ausschließlich auf den gleichen Installationszustand der zu installierenden Software sowie den Voraussetzungen, an denen die Installation geknüpft ist.

Beispiel:

Da bei der lokalen Client-Installation die installierten Office-Komponenten abgefragt und entsprechend angezeigt werden, müssen diese auf den Rechnern gleich sein. Das Aufzeichnen auf einem Rechner, der Word und Excel installiert hat und das Ausführen des Silent–Setups auf Rechnern, die entweder nur Word oder Word, Excel und zusätzlich PowerPoint installiert haben, schlägt fehl.

Im Silent Modus wird nach Ende des Setups grundsätzlich kein Rechner-Neustart ausgeführt.

Vom Silent-Setup kann nicht geprüft werden kann, ob Systemdateien ausgetauscht werden müssen. Daher sollte der Clientrechner grundsätzlich neu gestartet werden. Nach dem Neustart ist eine Windows-Anmeldung eines Benutzers mit lokalen Administrationsrechten erforderlich, da sonst die erforderlichen Einträge in die Windows Registrierung nicht erzeugt werden können.